Was wissen Sie über Flamingos?

Es gibt unzählige Arten von kleinen und großen Vögeln. Jedoch eines der großen Wunder, die die Natur hervor gebracht hat, sind die Flamingos, die in der botanischen Welt als „Phoenicopteridae“ bekannt sind. Vor allem ihre Schnäbel dieser Vögel sind hochspezialisiert und ganz an ihr Lebensumfeld angepasst. Der Rand bildet nämlich Lamellen, die es den Flamingos ermöglichen sich ihr Futter ganz bequem aus dem Wasser zu filtern. Wenn sie sich in die Luft erheben, sieht es anfangs ein wenig schwerfällig aus. Denn wegen ihrem relativ hohen Gewicht müssen sie einige Schritte Anlauf nehmen. Aber wenn sie dann einmal oben sind und fliegen, ist es ein sehr majestätischer Anblick. Sie können eine Geschwindigkeit von fast 50 km erreichen, und wenn man das Gewicht eines einzelnen Flamingos von bis zu 4 kg bedenkt, ist auch dies eine Meisterleistung.
 

Flamingos

Flamingos

Vielleicht haben Sie die wunderschönen Vögel im Zoo schon einmal gesehen. Es bietet schon einen sehr eleganten Anblick, wenn sie auf ihren langen Beinen am Ufer eines Gewässers entlang staksen. Die Beine sind eigens so lang, damit sie auch in etwas tieferem Wasser waten können und mehr Futter als andere Vögel finden. Aber warum stehen sie manchmal reglos auf einem Bein? Diese Frage konnte noch niemand so richtig beantworten. Aber die meisten Forscher glauben, die Flamingos tun das, weil sie Körperwärme sparen wollen. Wenn sie nämlich eines ihrer langen Beine unter das Gefieder stecken, muss das Herz nicht so viel pumpen, während sie ein Nickerchen halten.  Und natürlich sind sie es gewöhnt, mit Menschen Kontakt zu haben. Sie verhalten sich sehr zutraulich, und fast könnte man denken, es wären Haustiere. Aber natürlich sind es Wildtiere, die mit dem Menschen eigentlich so wenig Umgang wie möglich haben sollten. Das ist in einem Zoo nicht möglich.  Wenn wir sie beobachten, erheitern sie uns. Denn ihr Verhalten erscheint doch oft sehr drollig. Manchmal bilden sie nämlich eine lange Schlange und marschieren regelrecht. Oder sie verdrehen den langen Hals so sehr, dass sie auch an das hinterste Gefieder gelangen. Dort fahren sie mit dem Schnabel sehr schnell auf und ab, wahrscheinlich, um es zu säubern und sich schick zu machen. Und vielleicht möchten sie einem Weibchen imponieren, wenn sie ihre Flügel aufspannen, um die unterschiedlichen Färbungen sichtbar zu machen. Darüber hinaus ist auch die Aufzucht der Jungen sehr ausgeklügelt. Denn die Nahrung der Jungtiere kann auch vom Vater kommen. Forscher haben beobachten können, dass sich selbst fremde Vögel aus der Kolonie an der Fütterung beteiligt haben. Vielleicht könnte man sagen, dass sich Flamingos eben so wenig Stress wie möglich machen. So gesehen, könnte so mancher Mensch unseres Kulturkreises von ihnen lernen.
 
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Je nach Unterart können sie eine Größe von bis zu 1,50 m erreichen, wobei die männlichen Tiere naturgemäß etwas größer und auch kompakter sind. Obwohl sie sich auch im Wasser sehr gut bewegen können, halten sie sich viel lieber an Land auf. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung stammen die Flamingos ursprünglich nicht aus den Tropen, kommen sie doch auch in kälteren Regionen der Erde sehr gut zurecht. Zum Beispiel gibt es im Grenzgebiet von Deutschland zu den Niederlanden eine kleine Kolonie. Vor einigen Jahren waren es 12 Paare, die hier brüteten und ihre Jungen aufzogen. Im Vergleich zum ostafrikanischen Tansania ist dies verschwindend klein. Denn dort leben und brüten am Natronsee zwei Millionen dieser herrlichen Vögel. Die Kolonie konnte deshalb so groß werden, weil an diesem unwirtlichen See keine anderen Tiere leben. Das Nahrungsangebot steht ihnen also allein zur Verfügung, und es gibt keine Fressfeinde, die sie in ihrer beschaulichen Ruhe stören könnten. Außerhalb der Brutzeit und der Aufzucht der nächsten Generation führen die Flamingos ein sehr angenehmes Leben, das es ihnen erlaubt Nachts zu schlafen. Sie gehen dann nur tagsüber für einige Stunden auf Futtersuche. In der freien Wildbahn ist das durchaus ein Privileg, das nur wenige Tiere genießen können. Dies setzt natürlich voraus, dass sie nicht gestört werden. Aus diesem Grund leben sie, sofern sie in mitteleuropäischen Gebieten vorkommen, im Allgemeinen in streng geschützten und abgeschirmten Biotopen.
 

 
Aber warum ist das Gefieder der Flamingos rosa? Dazu ist zu sagen, dass Jungtiere völlig weiß sind, sie erhalten ihre Färbung erst mit der Zeit. Es hängt nämlich mit der Ernährung zusammen. Diese besteht hauptsächlich aus Krill. Hier handelt es sich um kleinste Lebewesen, die sich ihrerseits von Algen ernähren. Eine von ihnen ist die mikroskopisch kleine Blutalge, deren Bezeichnung in der botanischen Welt „Haematococcus pluvialis“ lautet. Mit dieser kleinen Alge hat es eine ganz besondere Bewandtnis, denn die Natur hat mit ihr ein weiteres Wunder geschaffen. Zu gewissen Zeiten nimmt sie nämlich eine grell rote Färbung an, eben jenen Farbton, der sich etwas abgeschwächt im Gefieder der Flamingos wieder findet. Diese Färbung ist als  Astaxanthin bekannt.

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27. Mai 2017 | Posted in Business
Diese Autor hat veröffentlicht 3 Artikeln. Mehr Infos über den Autor kommt bald.

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