Tomaten: Ein paar interessante Tricks und Tipps

Wohl kein anderes Gemüse ist so vielseitig wie die Tomate verwendbar. Auf der ganzen Erde werden Tomaten wegen ihrem einzigartigen Geschmack und den Möglichkeiten zur Verarbeitung geliebt. Allein in Deutschland werden pro Jahr rund 700.000 Tonnen eingeführt. Jeder Deutsche isst durchschnittlich etwa 25 Kilo Tomaten pro Jahr. Allerdings werden nur rund 9 Kilos als Frischprodukt verspeist. Der große Rest von etwa 16 Kilos wird in verarbeiteter Form genossen. Dazu zählen natürlich leckere Saucen in unzähligen Variationen, Ketchup, Tomatenmark für Speisen, aber auch Säfte und getrocknete Tomatenprodukte. Die weltweite Produktion von Tomaten hat bereits die 40 Millionen-Tonnen-Marke überschritten. Ohne zu übertreiben kann also mit Fug und Recht gesagt werden, dass die Tomate das meist geliebte Gemüse in Deutschland ist. Dafür spricht natürlich auch, dass sich der Anbau von Tomaten relativ einfach gestaltet, vorausgesetzt, die klimatischen Bedingungen stimmen. Heimische Tomatensorten lassen sich auch auf engstem Raum, zum Beispiel auf einem Balkon, ganz einfach selber anbauen. Sie brauchen dazu lediglich etwas Erde, einen Eimer und eine Tomate die ruhig schon etwas älter sein darf.

Tomaten

Tomate

Und so beginnen Sie am besten: Füllen Sie zuerst Erde in einen Eimer, das darf durchaus ein Plastikeimer sein. Der Eimer darf aber nicht randvoll sein. Nun suchen Sie sich eine Tomate aus und schneiden sie in vier etwa gleich große Scheiben. Ähnlich wie beim Belegen einer Pizza werden die vier Tomatenscheiben auf die Erde gelegt, so dass der Abstand überall etwa gleich ist. Anstelle des Käses wie bei der Pizza müssen Sie nun die Tomatenscheiben mit etwas Erde bedecken. Diese Schicht darf aber nicht zu dick sein. Einfach nur so viel Erde nehmen, dass die Tomaten zugedeckt sind. Nun brauchen Sie nur noch ab und zu etwas Wasser gießen, und innerhalb einer bis zwei Wochen werden die Setzlinge die obere Erdschicht durchbrechen. Das ist doch bereits ein schöner, erster Teilerfolg. Im nächsten Schritt müssen Sie die Setzlinge umtopfen. Setzen Sie die vier größten Sprösslinge in andere Töpfe, jeweils zwei pro Topf. Diese zwei Töpfe werden so einige Wochen belassen, um danach nochmals zu pikieren. Bei beiden Töpfen wird der kleinere Setzling entfernt, um dem Größeren den nötigen Lebensraum zu überlassen. Ab einer gewissen Größe muss der heranwachsende Tomatenstock mit einer Stütze versehen werden, damit er nicht einknickt, und ab Juni werden Sie dann die ersten Tomaten ernten können. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen: Tomaten brauchen sehr viel Sonne, um wachsen und reifen zu können. Also funktioniert dieser Anbau nur auf Balkonen, die nach Süd bis Südwest ausgerichtet sind. Für eine solche „Balkongärtnerei“ eignen sich Stab-und-Strauchtomaten, Cherrytomaten, Eier- und Fleischtomaten. Tomaten sind ein saisonales Gemüse. Wer selber anbaut, wird kaum alle Tomaten verzehren können. Wie kann man Tomaten konservieren, um sie später zu essen? Tomaten enthalten sehr viel Wasser. Ganze Tomaten einfrieren ist also keine Alternative. Die Qualität würde sehr darunter leiden. Einmal eingefrorene und wieder aufgetaute Tomaten würden sich bestenfalls zur Produktion von Sauce benutzen lassen, wobei auch der Geschmack zu großen Teil auf der Strecke bleiben würde. Empfehlenswerter ist es, Tomatengerichte direkt nach der Ernte zubereiten und dann einfrieren. Ebenfalls eine gute Alternative ist, eine Grundsauce zu kochen, die dann nach dem Auftauen nach Belieben abgewandelt werden kann. Der Prozess des Einfrierens sollte dabei möglichst schnell vonstatten gehen. Machen Sie deshalb besser kleinere und möglichst flache Portionen. Diesen Vorgang machen Sie sofort nach der Fertigstellung, wobei natürlich erst abgekühlt werden muss. So lässt sich der Verlust an Vitaminen und auch an Geschmack vermeiden.

Der Tomate wird zudem eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Sie enthält Carotinoide, besser bekannt unter dem Namen Astaxanthin . Dieser Inhaltsstoff soll Erkrankungen und auch Entzündungen entgegenwirken. Auch aus diesem Grund sollte darauf geachtet werden, dass die Tomate ihre wertvollen Inhaltsstoffe möglichst behält. Eine andere Möglichkeit Tomaten haltbar zu machen ist das Trocknen von Tomaten. Das kann sowohl mit „Naturenergie“ sein, also an der Sonne getrocknet oder auch im Backofen. In beiden Fällen müssen Sie die Tomaten in Stücke schneiden. Die Kerne (Samen) müssen entfernt werden, da der Trocknungsprozess ansonsten sehr lange dauern würde. Die entkernten Tomatenschnitze können nun gewürzt werden. Was an Gewürz verwendet wird, ist eine Sache des persönlichen Geschmacks. Basilikum ist sehr beliebt. Diese Tomatenschnitze können nun an heißen Sommertagen an einer sonnigen Stelle ausgelegt werden. Die Auflage sollte aber gut zu transportieren sein, da die Tomaten in der Nacht ins Haus gebracht werden müssen. Die Hautseite sollte nach oben liegen, und während der Trocknung müssen die Tomaten mit eine Käsetuch bedeckt werden. Wann der Trocknungsprozess abgeschlossen ist, lässt sich leicht erkennen. Die Tomaten sehen ähnlich wie Leder aus und sind nicht mehr klebrig. Im Backofen kann ebenfalls getrocknet werden, die Temperatur darf aber 65 Grad nicht übersteigen. Ausgelegt auf ein Backblech dauert dieser Vorgang je nach Größe der Schnitze rund 10 Stunden. Die Tomatenschnitze müssen jedoch mehrmals gewendet werden, weil keine Zirkulation der Luft stattfindet. Luftdicht verpackt lassen sich nun die Tomaten problemlos einfrieren. Sie können auch in Gläser eingelegt werden. Die Gläser sollten an einem kühlen Ort ohne Tageslicht gelagert werden. Viele Menschen lieben zwar Tomaten, aber mit der Haut haben sie so ihre Probleme. Die Haut kann zwar entfernt werden, dazu gibt es kleine Tricks, allerdings gehen wichtige Vitamine verloren. Profis, Hobbyköche und auch Hausfrauen haben ihre Tricks auf Lager, wie das Häuten von Tomaten am einfachsten vonstatten gehen soll. Am bekanntesten ist wohl dieses Verfahren: Die Tomaten kurz in kochendes Wasser einlegen, bevor sie gehäutet werden. Allerdings können Tomaten so ganz schnell matschig werden, wenn sie auch nur einen Moment zu lange „gebadet“ wurden. Etwas mühsamer, aber sicherer ist die Alternative mit dem Bunsenbrenner. Die Tomaten werden kurz mit einem handelsübliche Bunsenbrenner für Küchen erwärmt. Danach lässt sich die Haut recht leicht abziehen. Aufpassen muss man lediglich, dass man sich nicht die Finger verbrennt. Wie auch immer: Frisch, getrocknet, geschält oder auch nicht, die Tomate ist ein Geschenk von Mutter Natur, mit dem sich sehr viele Gerichte verfeinern und ergänzen lassen.

Kommentare deaktiviert für Tomaten: Ein paar interessante Tricks und Tipps

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11. November 2017 | Posted in Hobby
Diese Autor hat veröffentlicht 3 Artikeln. Mehr Infos über den Autor kommt bald.

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